Das dritte Jahr auf der Insel

Heute lautet unsere magische Zahl 1095!

So viele Tage sind wir nun bereits hier auf Teneriffa, der Insel des ewigen Frühlings.
Wer exakt nachrechnet, der kommt auf 3 volle Jahre. Am Freitag, den 6. Januar 2017 hat uns Ryan-Air am Südflughafen abgesetzt, ab morgen beginnt das 4. Jahr unserer Auswanderung!

Zeit für einen Jahresbericht:
Auch 2019 waren es recht ereignisreiche 12 Monate für uns, hier alles auszuführen würde den Artikel sprengen. Daher wollen wir nur die Highlights nennen.

Klima und Wetter:
Es gab wie jedes Jahr Höhen (30° im Juli) und Tiefen (19° letzte Woche nachts), im gängigen Mittel war das Klima unverändert klasse wie die beiden Jahre davor. Als wettertechnisch herausragenden Tag ist der 16. September zu nennen als es zum ersten Mal ganztägig bewölkt war und mehrmals regnete.

Inselrundfahrten:
Wir schafften es zum ersten Mal zum Punta de Teno, dem westlichsten Punkt der Insel. Die gefährliche und abenteuerliche Zufahrt war lange gesperrt, dann nur an 3 Tagen die Woche geöffnet und ist mittlerweile nur für Linenbusse und Taxis freigegeben. Die Piper in Socorro (Güimar) war uns eine Besichtigung wert als Erinnerung an die schlimmste Heuschreckenplage, die den Süden der Insel 1958 heimgesucht hatte. Zur gleichen Zeit fuhren wir den Fundort der schwarzen Madonna in Playa del Socorro o Chimisay an, der Schutzheiligen der Kanarischen Inseln. Ebenfalls in Güimar, allerdings in Puertito de Güimar, bewunderten wir die Straßengraffiti mit der ein junger Künstler hunderte Meter einer Fußgängerzone bemalt hat.
Zudem waren wir am letzten bisher noch nicht besuchten Wahrzeichen Teneriffas, dem 1.000-jährigen Drachenbaum, Drago Milenario nennen ihn die Einheimischen.
Den Jahresabschluss bildete die Sternbeobachtung in der Silvesternacht im Vulkankrater des El Teide. Die Luft war so klar, es war wolkenfrei und durch das Fehlen jeglicher Lichtverschmutzung konnten wir Tausende von Sternen am Firmament sehen.

Sonstige Events:
Mit der Schlager-Mania gaben einige musikalische Künstler hier im Süden ihr Stell-Dich-Ein, erwähnenswert fanden wir dabei nur Michael Hirte und die Unverschämtheit der deutschen Mitreisenden im gecharteten Bus. Wie jedes Jahr war der Karnevalsumzug in Santa Cruz echt grandios und ist ein Muss, wenn man in der Karnevalswoche auf der Insel weilt. Desweiteren ist das 90-minütige Feuerwerk am 3. Mai (Dia de la Cruz) in Los Realejos empfehlenswert (Die gleiche Prozedur wie jedes Jahr, Miss Sophie ).
Zwei Tagestouren mit der Fähre haben wir unternommen. Zum einen waren wir in Gran Canaria beim ZDF-Fernsehgarten (die Erinnerung bereitet noch immer seelische Schmerzen). Zum anderen setzten wir auf unsere Nachbarinsel La Gomera über und liessen uns dort wie „normale“ Pauschal-Touristen mit dem Bus über die Insel karren.
Einen kurzen Besuch statteten wir dem Oktoberfest in Puerto de la Cruz ab, jedoch wie bereits beschrieben ist das Fest dort in keinster Weise ein Vergleich mit dem deutschen Original. Es ist immer noch unverständlich, warum der deutsche Tourist im Urlaub unbedingt ein Oktoberfest haben muss? Sehenswert in Puerto de la Cruz war allerdings die Fassadenkunst in der Altstadt.

Der Deutschland-Trip:
Im Juli 2019 waren wir den ganzen Monat unterwegs. Irrationalerweise hatten wir uns entschieden mit dem Auto nach Deutschland zu fahren. Da man dazu übers Wasser muss, setzten wir mit der Fähre nach Spanien über, fuhren an der touristisch geprägten Südküste entlang (Alicante, Barcelona, Girona), durch Frankreich hindurch bis ins gelobte Saarland. Ende Juni machten wir uns wieder auf den Rückweg und lernten auf der Fähre ein nettes Paar aus Teneriffa kennen zu dem wir bis heute Kontakt pflegen. Wie der Zufall es so will ….

Was hat uns sonst noch so bewegt:
Die Steinmännchen in Puerto de la Cruz wurden auf amtlichen Beschluss hin abgebaut, die Steine unter Aufsicht von Umweltbeauftragten umverteilt. Die Begründung, den Lebensraum der Tiere wiederherzustellen, entbehrt so gesehen allerdings jeglicher Grundlage, da die Steinmännchen teils jahrelang schon dort standen und die Kleintiere sich längst mit der Situation arrangierten. Nun müssen sie sich wieder eine neue Heimat suchen. Wer’s versteht.
Alles überschattet hat jedoch im vergangenen Juni der plötzliche Tod unserer guten Bekannten und indirekten Nachbarin Birgit, die kurz nach ihrem 60. Geburtstag für uns unerwartet verstarb. Wir denken noch recht oft an sie, viele Abende haben wir gemeinsam zusammengesessen und gefeiert. Sie war eine der ersten Personen, die wir auf Teneriffa näher kennenlernen durften.

Trotzdem wollen wir die Jahreszusammenfassung nicht mit Trübsal beenden und danken unseren treuen Lesern für das Jahr 2019 und dass unsere FaceBook-Einträge immer wieder eine solch hohe Resonanz finden. Darauf sind wir mächtig stolz und fühlen uns darin bestärkt, unsere Erfahrungen auf der Insel weiterhin mit euch zu teilen. Und wer nicht will, der muss es ja nicht lesen Ein paar ausgewählte Fotos aus 2019 haben wir ebenfalls angeheftet, viel Spass beim Blättern und Schmökern.

Hasta luego . . .

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Juli 23rd, 2020 by raru67
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